![]() Der WeltenmischerVon: Christof HuemerAORA. Den Finger am Puls der Zeit und jenseits aller Gemeinplätze: Murat Aygan und seine wechselnden Formationen stellen seit Jahren traditionelle anatolische Musik populären westlichen Stilen vor. Rechts ein riesiger, glitzernder Salzsee. Links Weizenfelder, die wie die Sonne leuchten; irgendwo dazwischen, im goldenen Schnitt, ein Fluss …: Als quasi mythischen Ort überirdischer Schönheit beschreibt Murat Aygan das Hochland Anatoliens. Es ist sein Heimatland, „ein Mosaik an Kulturen, Sprachen und Stilen“. Gleichzeitig auch Wiege eines reichen Musikerbes, das Aygan immer wieder behutsam mit neuen Einflüssen bekannt macht. Man könnte den in Graz lebenden Aygan also als Pop-„Maven“ bezeichnen, wie der kanadische Autor Malcom Gladwell („The Tipping Point“) jene nennt, von denen sich eine Gesellschaft verlässlich mit Neuem versorgen lässt. Man könnte aber auch sagen, dass der in Tirol aufgewachsene, auf türkischen Hochzeiten in Deutschland zum versierten Musiker gereifte Aygan schlicht sein musikalisches Erbe erstklassig getimt stilistischen Updates unterzieht, also eine Nase für Trends hat. So waren etwa seine unter dem Alias DJ Muratti gefeierten Türk-Disko-Nights im Stern anno 2000 enorm populär und sein Elektro-Duo „Computurk“ in der gehobenen österreichischen Kulturszene bestens gelitten. Zu diesem artikel sind noch keine Kommentare vorhandenMEGAPHON behält sich das Recht vor, veraltete Beiträge ebenso zu entfernen, wie Beiträge, die rechtlich bedenklich oder politisch unkorrekt sind, und kontrolliert in unregelmäßigen Abständen den Inhalt. Dennoch übernimmt die Redaktion für den Inhalt der einzelnen Kommentare keinerlei Verantwortung! |
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